Beruflicher Werdegang

Bei mir galt mein größtes Interesse meinem Beruf als Werkstofffachmann. Hier arbeitete ich fast ausschließlich in der technischen Schadensanalyse. Dies hat mich seit Anbeginn meiner Ausbildungen am meisten fasziniert und ich selbst bezeichne heute noch diese Tätigkeit als meinem „Traumberuf“ !

Video zur metallographischen Makroätzung:

Metallographische Praeparation1Metallographische Praeparation1

 

Video zur metallographischen Schliffpräparation:
Metallographische PraeparationMetallographische Praeparation

Video zu Rastereletronenmikroskopie:
Das RasterelektronenmikroskopDas Rasterelektronenmikroskop

Beispiele metallographischer Aufnahmen:


Beispiele rastermikroskopischer Aufnahmen:

 

Aus- und Fortbildung:

Sept. 1971         Lehre zum Werkstoffprüfer bei der Daimler-Benz AG in Stuttgart-Untertürkheim
Sept. 1976         Studium an der Fachhochschule Aalen, Studiengang: Oberflächentechnik / Werkstoffkunde,
                           Vertiefungsrichtung: Werkstofftechnik
Okt. 1987           Ausbildung zum Schweißfachingenieur an der Schweißtechnischen Lehr- und Versuchsanstalt in Fellbach
April 1989         Ausbildung zum Qualitätstechniker DGQ (QII-Schein)
Jan. 1993           Ausbildung zum Qualitätsingenieur DGQ

März 1995         Fortbildungsseminar der DGM in Ermatingen/Schweiz: Systematische Beurteilung technischer Schadensfälle

Okt. 1999           Ergänzungslehrgang an der SLV-Fellbach zum „European welding engineer“ und zum „International welding engineer“

 

Berufliche Tätigkeiten:

Mercedes Benz
 
Juli 1974            Daimler-Benz AG, Techn. Angestellter in der Versuchshärterei
  
April 1981          Kraftwerk-Union AG, Erlangen, Sachbearbeiter in der Abt. Metallographie / Rasterelektronenmikroskopie  
Siemens KWU
 
Sept.1985          Betriebsinterner Wechsel in die Abt. Oberflächentechnik

Okt. 1986           Atlas Copco Energas GmbH (Verdichterhersteller), Köln, Techn. Angestellter der Abt. Werkstofftechnik in der QualitätssicherungAtlas Copco Logo
 
Benteler
Okt. 1988          Benteler AG (Rohrleitungshersteller), Paderborn, Techn. Angestellter in der Abt. Qualitätssicherung
  
Juni 1989          Metalldecor, Eirich und Schröter GmbH, Baiersbronn/Betzweiler,
metalldecor                           Techn. Angestellter in der Abt. Qualitätssicherung                                                                                              heute:
                                                                                                                                                                                                                  
casimirkast
Juni 1990          Casimir Kast GmbH & Co. KG (Automobilzulieferer), Gernsbach,
                            Gruppenleiter in der Qualitätssicherung 
KIT
 
Febr. 1992        Universität Karlsruhe TH, Institut für Werkstoffkunde I, Techn. Angestellter im Festigkeitslabor

Ing büro
Jan. 1994          Freiberufliche Tätigkeit, Gernsbach-Reichental, Sachverständiger für Werkstofftechnik
                           (Mitglied des Bundesverbandes Freier Sachverständiger e.V.)


Mecasem
Sept. 1995        Mecasem GmbH (Labor für physikalische, chemische und metallographische Werkstoffprüfung)
                           in der Außenstelle Stutensee (bei Karlsruhe) als Laborleiter

Lorange
Okt. 2000         L´Orange GmbH, Einspritzsysteme, Glatten im Schwarzwald als techn. Angestellter                 
                          in der Abt. Wärmebehandlung / Oberflächen- und Werkstofftechnik;
                          Hauptaufgabengebiet: technische Schadensanalysen  
Jan. 2011          degradiert zum Serienüberwachungsprüfer für die Härterei und deshalb ab Sept. 2013 in "aktiver" Altersteilzeit und ab
Sept. 2015        in "passiver" Altersteilzeit

seit Sept. 2017 im vorgezogenen Rentenstand

Die Gründe, warum ich trotz Tätigkeit in meinem "Traumberuf" sehr frühzeitig in den Ruhestand gegangen bin, liegen ausschließlich bei meinem letzten Vorgesetzten, der ein waschechter Narzist ist. Dieser ist in der Firma wohl ein Einzelfall, aber man kann sich vorstellen, dass ich dort als eigenständig denkende Persönlichkeit einen schweren Stand hatte. Dies wird wohl spätestens jedem klar sein, der die folgenden Zeilen gelesen hat:

Abschiedsmail bei L´Orange:   
Von: Heisswolf Reinhard, LOPH L'Orange GmbH
Gesendet: Freitag, 15. August 2014 08:40
An: AllUsersGlatten; AllUsersStuttgart; AllUsersPorschestrasse; AllUsersWolfratshausen; AllUsersRellingen
Betreff: Abschied

Guten Morgen miteinander,
heute ist mein letzter Arbeitstag und so möchte ich mich von Ihnen allen verabschieden.
Leider ist meine Email keines der sonst üblichen Abschiedsmails, die ausschließlich aus Lobhudelei bestehen. Die Gründe dafür sind u.a., dass ich nun in die passive Alterszeitphase wechsle und anschließend in Rente, so dass ich bspw. kein Zeugnis mehr von der L´Orange benötige. Dazu kommt, dass ich mich in der L´Orange in einer nicht üblichen Situation befunden habe. Und so ist alles, was ich hier schreibe, Teil meiner ganz persönlichen Erfahrungen und den Schlußfolgerungen, die ich daraus gezogen habe.
Im Oktober 2000 habe ich bei LO als recht blauäugiger Idealist voller Tatendrang angefangen. Was ich in den Folgejahren erlebt habe, war für mich u.a. eine „Schule des Lebens“. Denn die LO stellte sich für mich als Mikrokosmos (in) der Welt dar, in der Menschen in einem hirarchischem Systen miteinander agieren (müssen). Es gibt dort auf der einen Seite gute und auf der anderen Seite schlechte Menschen. Das Groß liegt irgend wo dazwischen. Ich habe viele Personen persönlich kennengelernt, aber keine einzige Persönlichkeit. Dabei war eine übliche Menge an autoritäteren Menschen, aber keine einzige Autorität. Auch fand ich sehr viele desillusionierte Menschen, aber keinen einzigen Visionär. Bei der LO wird u.a. gelogen und betrogen, getrickst, getäuscht, ignoriert, vertuscht, ausgesessen, verdreht und und und…. Viele der hier aufgezählten (negativen) Eigenschaften gehen von Profilierungsneurosen aus, oft von den Führungsebenen.
Ich habe mich stets als menschliche Ganzheit verstanden. So hatte ich große Probleme damit, meine berufliche Tätigkeit von meinem privaten Dasein gedanklich zu trennen. Probleme, die ich in der LO hatte, verfolgten mich überall hin in die „Freizeit“. Einerseits konnte ich dort vieles aufarbeiten, andereseits war das natürlich sehr belastend. So belastend, dass ich vor einigen Jahren auf Grund von einem „burn out-Syndrom“ für die LO für einige Wochen ausfiel. Trotz stäkster Anstrengungen gelang es mir nicht, dies in den Griff zu bekommen. Und so häuften sich meine Krankheitstage und -wochen. Selbst eine seit drei Jahren andauernde Gesprächstherapie half nur partiell. Ausschließlich zwei psycho-somatische Reha-Maßnahmen wg. burn-out-Syndrom in den letzten zwei Jahren stellten für mich angenehme Ruhephasen dar.
Jeder, der sich schon mal mit den relevanten Faktoren für einen beruflichen Erfolg befasst hat weiß, dass die fachliche Qualifikation eine eher untergeordnete Rolle spielt. Den größten Anteil hat das (gute) Ansehen beim direkten Vorgesetzten, was in meinem Falle in keiner Weise gegeben ist.
So gibt es bei massiven Problemen am Arbeitsplatz bekanntermaßen nur drei Möglichkeiten, die da im Englischen lauten: change it, love it or leave it. Trotz größter Anstrengungen meinerseits, waren die ersten beiden Maßnahmen für mich nicht umsetzbar, so dass mir nur noch die dritte Möglichkeit blieb.
Nun werde ich heute das letzte Mal bei LO tätig sein und verlasse das Unternehmen als momentan zynischer, verbitterter und von der Realität „gezeichneter“ Mensch.
Meine fachliche Bilanz dagegen sieht vollkommen anders aus:
In meinem gesamten Ingenieurdasein hat es nicht eine Aufgabe / Schadensanalyse gegeben, die ich nicht gelöst habe. Dabei gebe ich zu bedenken, dass meine erste, langjährige Stelle bei der KWU (einer Siemens-Tochter) war, die bis auf Mühlheim-Kärlich u.a. alle deutsche Atomkraftwerke gebaut hat. Auch war ich an der Uni-Karlsruhe als Schiedsgutachter für Gerichtsverfahren tätig, sowie 2 Jahre als eigenständiger Sachverständiger für Werkstofftechnik und Maschinenschäden. So haben stets nicht nur „interne Fachleute“, sondern bspw. auch alle deutschen TÜVs, einige Aufsichtsbehörden, Gutachterstellen und Gerichte meine Analysen gegengelesen und für zutreffend erklärt. In keinem einzigen Fall wurde mir eine falsche Schlussfolgerung oder ähnliches nachgewiesen.
Es wird Monate bzw. Jahre dauern, bis ich ich mich wieder „gefangen“ habe und mein seelisches Gleichgewicht wieder hergestellt ist. Eine wichtige und tragende Rolle werden dabei diejenige wenige Mitarbeiter spielen, die ich hier natürlich ebenfalls kennengelernt habe und die diese Bezeichnung wirklich verdient haben. All denen danke ich ganz herzlich für die Zusammenarbeit, Unterstützung und vieles mehr.

Mit freundlichen Grüßen / Best regards,                        OrganigrammOrganigramm

Reinhard Heißwolf
LOPH / 6280
L'Orange GmbH
Rudolf-L'Orange-Straße 1
D-72293 Glatten

PS: Meine private E-Mailadresse ist:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Mitgesandte Fotos:
MetallographieMetallographie

 








Nachtrag (2019):

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